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Was wurde aus …..Kamil Novak? von Claudia Solzbacher

Lieber Kamil,

Du hast von 1993-1996 in Rhöndorf gespielt und gehörtest zur Aufstiegsmannschaft in die erste Basketball-Bundesliga von 1994/95.

Wie verlief Deine berufliche Karriere danach weiter?

Ich bin 1996 zurück nach Tschechien gegangen und habe dort in meiner Heimatstadt Ostrava (NH Ostrava) gespielt. Nach der, für Tschechien erfolgreichen, Europameisterschaft 1999 habe ich dann nochmal ins Ausland gewechselt und zwar nach Österreich und später nach Luxemburg. Da habe ich meine Karriere als Spieler beendet.

Im Jahre 2002 bin ich dann meinem ehemaligen Mitspieler und Freund Gunnar Wöbke nach Frankfurt gefolgt, wo ich beim Aufbau des Bundesligisten Frankfurt Skyliners geholfen habe.

In Frankfurt bin ich ganze 10 Jahre geblieben, zuletzt als Sportdirektor.

2012 wurde ich vom Europäischen Basketballverband FIBA Europe zum Generalsekretär ernannt, wo ich bis jetzt (in München) arbeite.

Was sind Deine ersten Assoziationen, wenn Du an Deine Zeit in Rhöndorf denkst?

Ich habe mich in Rhöndorf sehr wohl gefühlt, und das betrifft auch meine ganze Familie. Unsere Tochter Natalie ist in unserer Rhöndorf Zeit auf die Welt gekommen. Und meine erste Assoziation ist sehr wahrscheinlich „Karneval“ und die netter Menschen.

Unter welchen Trainern hast Du damals gespielt, und an wen erinnerst Du Dich gerne und warum?

Die ersten 2 Jahre habe ich unter dem Trainer Michael Laufer gespielt, das war eine tolle Zeit, und wir waren als Team eingeschweißt und auch sehr erfolgreich. Dies war dann im dritten Jahr nicht mehr der Fall.

Zu wem hattest Du in Rhöndorf  die engsten Kontakte! Welche halten bis heute?

Es war von Anfang an die Familie Neumann (Werner war der Betreuer der Mannschaft, dann der Assistenztrainer Helgi auf`m Kampe und seine Familie, Klaus Beydemüller und seine Familie, natürlich meine Mitspieler und viele Leute aus dem Umkreis des RTV.

Was würdest Du Kindern und jungen Leuten heute raten, wenn sie Profi Basketballer oder Basketballerin werden wollen? Was braucht es, um eine Karriere zu machen, wie Du sie gemacht hast?

Ich bin nicht der große Ratgeber, da ich glaube, dass jeder Mensch sein Leben lebt und jede Persönlichkeit anders ist. Aber generell gilt – jeder Sportler muss zuerst seine Sportart lieben und Trainings, Spiele, etc. nicht als Pflicht oder gar Aufopferung sehen, das funktioniert dann gewiss nicht. Man kann eine Karriere sehr schwer planen, es gibt sehr viele Faktoren, die ein Leben oder eine Karriere beeinflussen. Aber eines glaube ich 100% – gute Qualität wird sich früher oder später durchsetzen!

Kann man sich nur auf eine Sportkarriere verlassen oder wie muss man parallel dazu noch seine weitere berufliche Zeit planen? Würdest Du sagen, dass hier viele Sportskameraden Fehler gemacht haben?

Auch hier gilt – jeder ist anders, und nicht jeder kann studieren. Aber ein zweites Standbein soll JEDER früh genug aufbauen, man weiß ja nicht, was alles passieren kann. Hier sehe ich die Pflicht bei den Eltern, sie MÜSSEN ihre Kinder managen, auch wenn es nicht immer leicht ist. Aber früher oder später kommt auch die Rechnung für Ausbildung oder Nicht-Ausbildung.

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